Patrik Rudolf Brunner
Patrik Rudolf Brunner
Freisinn heisst, für Werte einzustehen

Einstimmen vor dem Abstimmen

Veröffentlicht am 12.03.2019 von Patrik Rudolf Brunner

Einstimmen vor dem Abstimmen

Wer wird meine Werte und Themen im Parlament am besten vertreten? Diese Frage stellen sich viele und trotz aufwendiger Kampagnen und reger Medienpräsenz scheint es einem grossen Teil der Wählerinnen und Wähler schwerzufallen, bei den Kantonsratswahlen eine Entscheidung zu treffen. Lieber nichts tun, als dem Falschen eine Stimme zu geben.
 
Fragen und Antworten
Wie aussagekräftig sind Interviews und Zeitungsberichte, um sich als Wähler oder Wählerin ein Bild von den bevorstehenden Kantonsratswahlen zu machen? Und wie kann man sich sonst noch informieren? Eine Möglichkeit, mehr über die politische Einstellung der Kandidierenden zu erfahren, bietet die Onlineplattform Smartvote. Die Fragen und Antworten zwingen Kandidierende, sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. So auch mich, und zwar mit folgender Frage zum Thema Sozialstaat & Familie:

"Eine eidgenössische Volksinitiative fordert einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von vier  Wochen. Befürworten Sie dieses Anliegen?"
Nein, denn ich bin für ein System der Familienzeit bin. Dabei stünde eine bestimmte  Anzahl Wochen (z. B. 16 Wochen) für die Eltern zur Verfügung, wovon die Mutter aber ein Minimum (z. B. 8 Wochen) beziehen müsste und der Rest individuell aufgeteilt  würde.
 
Unter dem Thema Gesellschaft, Kultur & Ethik beschäftigt mich diese Frage:
 
"Eine eidgenössische Initiative fordert, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften  heterosexuellen Ehen vollkommen gleichgestellt werden (u. a. Recht auf Adoption).  Befürworten Sie dieses Anliegen?"
Damit habe ich mich, als es im November 2016 um die kantonale Volksinitiative Schutz  der Ehe ging, intensiv auseinandergesetzt und stehe noch immer klar zu meiner  Antwort: Ja.

Schon immer habe ich klare Aussagen bevorzugt, daran ändert auch meine Kandidatur als Kantonsrat nichts. Ganz im Gegenteil, als Politiker finde ich es sogar noch wichtiger, greifbar zu sein. Trotzdem musste ich letztes Jahr feststellen, dass es eben nicht immer eindeutige Resultate gibt und das Bild von verschiedenen Faktoren wie Gewichtung und Methode solcher Fragebogen verzerrt wird. Themen wie Familienurlaub und die Ehe für alle inklusive Adoption liegen mir wie bereits gesagt sehr am Herzen. Dass ich mich für solche gesellschaftsliberalen Anliegen engagiere, ist in meinem aktuellen Smartspider jedoch nicht erkennbar:
Smart-Spider-PRB-GR18-KR19.jpg
Grafik: Gegenüberstellung Smartspider PRB 2018 und 2019
 
 
Deshalb sind aus meiner Sicht Fragebogen, Interviews und Profile nur bedingt aussagekräftig. Schlussendlich muss sich jeder seine eigene Meinung bilden und das gelingt am besten im persönlichen Kontakt.
 
Kandidaten mit Profil 
Es geht darum, Ecken und Kanten nicht zu verstecken, sich zu zeigen und im Austausch mit der Bevölkerung ein Gespür dafür zu entwickeln, was sie konkret beschäftigt. Deshalb habe ich als Kandidat und Wahlkampfleiter der FDP Stadt Zürich die FDP Door-to-Door-Aktion von Anfang an befürwortet und mitbegleitet. Ich schätze die persönlichen Begegnungen und betrachte sie als notwendig, um als Person, Politiker und potentieller Vertreter der Anliegen der Bevölkerung wahrgenommen zu werden. Weder Plakatstrecken noch Beiträge in Hochglanzmagazinen können ein Gespräch ersetzen – eine Stimme zu gewinnen, hat eben auch viel mit Sympathie zu tun.

Wählerisch sein ist gut, wählen gehen noch besser
Während 1920 die Wahlbeteiligung bei den Kantonsratswahlen im Kanton Zürich bei 84,3 % lag, müssen wir knapp 100 Jahre später um jede Stimme kämpfen. Gemäss den Zahlen des statistischen Amtes des Kantons Zürich ist die Wahlbeteiligung drastisch zurückgegangen. Bei den letzten Kantonsratswahlen vor vier Jahren nutzten gerade einmal 32,7 % der Stimmberechtigten ihre Chance abzustimmen. Deshalb motiviere ich Sie: Überlassen Sie die Entscheidung, wer Ihre Interessen im Parlament vertritt, nicht dem einen Drittel, der seinen Stimmzettel einreicht, sondern bestimmen Sie die Zukunft mit.

Bleiben Sie wählerisch und bekennen Sie am 24. März 2019 Farbe.
Ich freue mich, dass Sie meinen Namen 2x auf Ihre Liste setzen.